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Häufig gestellte Fragen

Die häufigsten Fragen zu Zylinderauswahl, Fertigungsbereichen, Normen, Prüfung und Export. Wenn Ihre Frage nicht dabei ist, schreiben Sie unserem Engineering-Team.

Wie berechnet man die Druckkraft eines Hydraulikzylinders?

Die Druckkraft ist F = P × A: Systemdruck mal Kolbenfläche. Beispiel: eine Bohrung Ø100 mm erzeugt bei 200 bar etwa 157 kN (16 Tonnen). Bei der Zugkraft wird der Stangenquerschnitt abgezogen. Unser Online-Konfigurator berechnet dies live, inklusive Knickprüfung und Dichtungsempfehlung.

Was ist der Unterschied zwischen einfach- und doppeltwirkenden Hydraulikzylindern?

Ein einfachwirkender Zylinder baut Druck nur in eine Richtung auf; der Rückhub erfolgt durch Last oder Feder (typisch: Kipper, Hebebühnen). Ein doppeltwirkender Zylinder wird in beide Richtungen mit Druck beaufschlagt — für kontrollierte Kraft in Druck und Zug (Baumaschinen, Pressen, Industriemaschinen). HPS fertigt beide Typen im Bereich Ø25–320 mm.

Was ist ein Teleskopzylinder und wann sollte er eingesetzt werden?

Ein Teleskopzylinder besteht aus mehreren ineinander geschachtelten Stufen und liefert einen Hub, der ein Mehrfaches seiner Einbaulänge beträgt. Er ist die richtige Wahl bei begrenztem Bauraum und langem Hub: Kipperfahrzeuge, Abfallsammelfahrzeuge, Hubarbeitsbühnen. HPS fertigt mehrstufige Teleskopzylinder mit Hüben bis 12.600 mm.

Welche Bohrungs-, Stangen- und Hubbereiche fertigt HPS?

Bohrung Ø25–320 mm, Stange Ø15–250 mm. Hub bis 7.000 mm bei Industriezylindern (abhängig von der Knickanalyse) und bis 12.600 mm bei Teleskopzylindern. Nenndruck 200–250 bar; jeder Zylinder wird nach ISO 10100 mit dem 1,5-fachen Nenndruck geprüft.

Welches Dichtungsmaterial ist für welche Einsatzbedingungen geeignet?

Faustregel: NBR für Standardanwendungen (≤90 °C), HNBR bei höherer Temperaturbeständigkeit (~120 °C), Polyurethan (PU) für hohe Verschleißfestigkeit bei hohem Druck, FKM (Viton) für hohe Temperaturen und aggressive Medien, PTFE für geringe Reibung und hohe Geschwindigkeiten. Die endgültige Auswahl wird ingenieurseitig gegen Druck-, Temperatur- und Medienprofil geprüft; der Dichtungsfinder auf unserer Website übernimmt die Vorauswahl.

Welchen Normen entsprechen die Hydraulikzylinder von HPS?

Konstruktion und Dimensionierung nach ISO 6020-2 und ISO 6022 (Hochdruckreihen), Prüfung nach ISO 10100, Systemsicherheit nach ISO 4413, Ermüdungsnachweis nach ISO 10771-1. Rohrwerkstoff DIN 2391 ST52 / EN 10305-1 E355 mit Werkszeugnis EN 10204 3.1. Befestigungsarten nach ISO- und NFPA-T3.6.7R-Codierung. Das Unternehmen ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert; die Produkte tragen die CE-Kennzeichnung gemäß Maschinenrichtlinie 2006/42/EG.

Wie werden die Zylinder vor dem Versand geprüft?

Jeder Zylinder durchläuft vor dem Versand eine Prüfstandsprüfung mit dem 1,5-fachen Nenndruck nach ISO 10100: innere/äußere Dichtheitsprüfung, Funktionsprüfung über den vollen Hub und Drift-(Halte-)Kontrolle. Auf Wunsch werden Druckprüfzertifikat und Werkszeugnisse nach EN 10204 3.1 mitgeliefert.

Welche Werkstoffe werden für Rohr und Kolbenstange verwendet?

Rohr: Stahl DIN 2391 ST52 / EN 10305-1 E355, gehont mit Toleranz H8–H9. Stange: CK45 bzw. 42CrMo4 bei höheren Festigkeitsanforderungen, hartverchromt mit ca. 30 µm, salzsprühgeprüft (NSS). Werkstoffzeugnisse nach EN 10204 3.1.

Wie wird Stangenknicken bei Zylindern mit langem Hub verhindert?

Zur Auslegung gehört eine Euler-Knickanalyse: Der minimale sichere Stangendurchmesser wird aus Hub, Druck und Befestigungsart berechnet. Reicht er nicht aus, sind die Lösungen eine dickere Stange, eine größere Bohrung, ein Stop-Tube oder eine andere Befestigungsgeometrie. Der HPS-Konfigurator führt diese Prüfung automatisch durch und schlägt bei Bedarf Alternativen vor; Industriehübe bis 7.000 mm werden mit dieser Analyse abgesichert.

Kann HPS nach Muster oder technischer Zeichnung fertigen?

Ja — Sonderkonstruktionen sind eine unserer Kernproduktfamilien. Kundenzeichnungen (PDF/DWG/DXF/STEP) gehen direkt in die Fertigungsplanung; ohne Zeichnung vermessen wir einen vorhandenen Musterzylinder und erstellen Fertigungszeichnungen per Reverse Engineering. Ablauf: Anfrage → technische Prüfung → Freigabezeichnung → Prototyp → Serienfertigung. Von einem einzelnen Prototyp bis zu Serienstückzahlen.

In welche Länder exportiert HPS und zu welchen Lieferbedingungen?

Wir exportieren direkt in mehr als 35 Länder, vor allem nach Europa, in die GUS, an den Golf und nach Nordafrika. Der Zolltarifcode (HS) lautet 8412.21. Lieferbedingungen werden projektbezogen als EXW, FCA, CIP, CIF oder DAP vereinbart; Versand per Lkw, See- und Luftfracht.

Wie beliefert HPS OEMs (Fahrzeug- und Maschinenhersteller)?

Unser Kernmodell ist die direkte OEM-Belieferung: Wir fertigen Serienzylinder nach Kundenzeichnung für Hersteller von Kippern, Abfallsammelfahrzeugen, Hubarbeitsbühnen, Staplera nbaugeräten, Land- und Baumaschinen. Sektorspezifische Zylindertypen und Spezifikationstabellen für 11 Branchen sind auf dieser Website veröffentlicht; Freigabezeichnung + Prototyp + Serienlieferplan werden projektbezogen geplant. Alle Prozesse (Zerspanung, Schweißen, Honen, Beschichten, Montage, Prüfung) erfolgen im eigenen Werk mit 20.000 m².

Wie fordere ich ein Angebot (RFQ) an und welche Angaben werden benötigt?

Über das Formular auf der Kontaktseite: Zylindertyp, Bohrung-Stange-Hub, Betriebsdruck, Befestigungsart und Stückzahl genügen; eine technische Zeichnung (PDF/DWG/DXF/STEP, bis 15 MB) kann angehängt werden. Eine Konfiguration aus dem Online-Konfigurator wird mit einem Klick ins Formular übernommen. Ihre Anfrage wird vom Engineering geprüft und innerhalb von 1 Werktag schriftlich beantwortet. Für dringende Fälle: Telefon/WhatsApp.

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